Die Liga-Senioren
Herzlich willkommen! > Regularien

Regularien

 


:Schummeln Sie?

In keinem anderen Sport hat das Wort "Ehre" eine solch große Bedeutung. 17 Mal verteidigen, gewinnen oder verlieren kann man sie auf einer einzigen Runde. Manchmal auch öfter..............



Von Stefan Frommann   ( Welt am Sonntag)


Nachdem er seinen Mitspieler mehrmals darauf aufmerksam gemacht hatte, das Gras hinter dem Ball nicht vor jedem Schlag platt zu drücken, kam es im Clubhaus zum Eklat. Der 31-jährige niederländische Profi Maarten Lafeber weigerte sich, die Scorekarte des Spaniers Miguel Angel Martin zu unterschreiben, weil der seine Regelverstöße nicht akzeptieren wollte. Martin war schon einmal per TV-Beweis nachträglich disqualifiziert worden. Ein Zuschauer hatte verfolgt, wie er ein Bäumchen niedergetrampelt hatte, das seinen Rückschwung behinderte.

 
Ein Drittel aller Caddies im Profigolf gibt laut einer US-Umfrage zu, Spieler schon beim Schummeln beobachtet zu haben. Kaum ein anderer Sport bietet dafür so erdenklich viele Möglichkeiten, und in kaum einer anderen Sportart sind Amateure ihren Vorbildern in diesem Punkt so dicht auf den Fersen, wenn nicht gar weit voraus.

 
Wären wir (Amateure) etwa im Putten so gut wie im Finden eines Balles, Bern­hard Langer hätte längst schlagkräftige nationale Konkurrenz.

 
Da fällt der zweite Ball beim Suchen nach dem ersten durch Zufall plötzlich aus dem Hosenbein. Beim Überprüfen eines gefundenen, aber falschen Balles wird ein zweiter im Rough platziert und nach einer klugen Ehrenrunde doch tat­sächlich entdeckt. Mal wird ein fremder Ball einfach als der eigene deklariert und weitergespielt. Mal wird der Ball bei der Identifizierung zumindest besser gelegt.

Oder schlimmer noch: gleich aufgeteet. Wieder andere überlassen nichts dem Zufall. Der provisorische Ball ist nicht nur vom selben Hersteller, er trägt auch die gleiche Nummer wie der erstgespielte Ball und wird garantiert auch als genau jener gefunden.

 
Profis spielen um Geld und Ruhm. Welche Beweggründe aber könnte es für Amateure geben, auf dem Platz so zu betrügen?

 
Preise: Oft winken den Siegern tolle Gewinne, vom neuen Schläger bis zur Wochenendreise. Während der Runde schwärmt ein Mitspieler, der im Vorjahr dabei war, von exklusiven Preisen, und schon bekommt jeder Nettopunkt ein ganz anderes Gewicht.

 
Ehrgeiz: Ein schrecklicher Tag bahnt sich für die Flightpartner an, wenn sie erkennen, dass ein Mitspieler ein Bag voller Verbissenheit mit auf den Platz bringt. Verlieren wird heute nur einer: der Spaß.

    

 Selbstverständnis: Einer wie ich wird nicht Letzter! Nur so lassen sich Schummeleien erklären, bei denen es lediglich darum geht, statt der zu erwartenden 18 auf 24 oder 25 Punkte zu kommen. Oder: statt auf dem drohenden 68. Platz auf Rang 36 zu landen.

 

Handicap: Vorausgesetzt, das Turnier ist vorgabenwirksam, gibt es hier zwei Möglichkeiten. Die positive: Dieses Tur­nier muss mich einfach an mein Saisonziel bringen. Im negativen Fall gilt die For­mel: Also, wenn ich schon schlecht bin, dann aber wenigstens puffern.

 Und so kommt es beim Zählen immer wieder zu seltsamen Irritationen. Da wer­den missglückte Schläge einfach vergessen ("Puh, doch noch die Sechs gerettet" ­dabei war es eine Acht). Verzählt sich hingegen der Zähler ("Für dich hab ich eine Fünf?"), bloß nicht korrigieren. Ant­wort: ,Ja" (der Spieler weiß genau, dass es sieben Schläge waren).

 
Er ist es wahrscheinlich auch, der spä­ter freiwillig die Karten einsammelt, um sie im Sekretariat abzugeben. Wie von Geisterhand ändern sich auf dem Weg dorthin dann doch noch ein paar Zahlen. Vielleicht ist aber auch ausgerechnet seine Karte so unleserlich geschrieben, dass er vor Abgabe die Zahlen erst erklären muss ("Sie halten das für eine Acht? Nein, jetzt  fällt's mir ein, das ist eine Sechs"), oder er diktiert gleich alles selbst ("Ist doch viel einfacher").

 

  Oft wird übrigens bewusst falsch einge­tragen, um beim Vergleichen der Karten den Score später ändern lassen zu können. Ganz pfiffige Zähler schreiben extra hö­here Zahlen für ihre Mitspieler auf, um beim Vergleichen besonders großzügig sein zu dürfen (,,Ach, du hast auf den drei Bahnen da jeweils eine Fünf, keine Sechs? Na, dann ändere ich das natürlich für dich"). Selbstverständlich erwartet er das Gleiche dann auch für sich selbst - und macht reichlich Gebrauch von dieser Möglichkeit.


Der guten Stimmung im Flight zuliebe gilt meistens: Großzügig sein und ein Auge zudrücken. Jedenfalls erst mal das
eine. Irgendwann dann besser beide, sonst lehnt sich am Ende doch noch das Gewis­sen auf und rebelliert. Spätestens hier (wir sind wohlgemerkt immer noch in einem Turnier):

"Geschenkt. "

„Ach, leg doch besser!"

"Probeschlag" (eigentlich Luftschlag). „Mulligan!"

   Ganz schlimm: "Ach nee, den mach ich noch mal."

 

Wie reagiert man auf so etwas? Nie­mand versaut sich selbst gern den Tag, um als Sheriff in die Turniergeschichte einzugehen. Manche aber verlieren durch offensichtliches Schummeln anderer ihr eigenes Spiel. Wer Humor hat und seine Rolle auch darin betrachtet, Freunden im Clubhaus mit witzigen Geschichten aus seinem Flight den Abend zu verschönern, hat es leichter, Schummler zu ertragen.

Er darf von weißen Markierungen (Out of bounds) berichten, die virtuell so weit nach außen verlegt werden, dass der Ball doch noch irgendwie gut ist ("Da haben wir aber noch mal Glück gehabt"). Und sollte ein Zaun das Glück torpedieren, wird der Ball zumindest an jenem Zaun gedroppt, nicht etwa dort, wo der miss­lungene Ball geschlagen wurde (Ah, ich dropp dann einfach einen neuen hier").

 
Ein anderer Ball wird als über das Was­serhindernis geflogen betrachtet, obwohl er doch just darin versunken ist. Jedenfalls findet der Drop zur Überraschung der Mitspieler wie selbstverständlich auf der anderen Uferseite statt.
Die Jugend von Anpflanzungen be­stimmt meist der Spieler, dessen Ball an jenem (nennen wir ihn besser gleich) Setzling liegt, nicht etwa die dafür vor­gesehene blaue Markierung, die durch das Sonnenlicht irgendwie kaum erkennbar sein will.

 
Nicht nur dort, aber gerade im Golf sind Zentimeter von unglaublicher Bedeu­tung. Beim Abschlag etwa, wo der Ball gern mal vor der jeweiligen Markierung aufgeteet wird. Auch auf dem Fairway, wenn die sogenannte Leder-Wedge einge­setzt wird (Tritt mit dem Schuh). Erst recht beim Putten, wo es einen ungeheu­ren Unterschied zu machen scheint, ob der Ball aus 5,48 Metern oder aus 5,44 Metern gespielt wird.

 
Eine junge Frau brach doch tatsächlich nach zehn Bahnen entrüstet ein Turnier ab, weil ihr ein Flightpartner sagte, sie würde ihren Marker jedes Mal vor den Ball ins Grün stecken, die Kugel an­schließend aber wiederum davor setzen. Wie konnte er nur so ehrlich sein?

 
In keinem anderen Sport hat das Wort "Ehre" eine solche Bedeutung. 17 Mal verteidigen, gewinnen oder verlieren kann man die Ehre auf einer einzigen Runde. Wie beim Abschlag sollte auch im Club­haus letztlich der Beste geehrt werden. Meint man. Mark Twain, ein großer Hob­bygolfer, schrieb einmal:

 

 "Es ist besser, Ehrungen zu verdienen und nicht geehrt zu sein, als geehrt zu sein und es nicht zu verdienen.."





 

­


 







 


 


 

 

 

­


 



 




















bitte anklicken



 

 

Ak50-1 und Ak50-2

 

AK 65

 



                               

Bedingungen

 

Die Mittwoch-Wettspiele der Wesfälischen Golf Senioren finden wöchentlich auf bis zu drei Golfplätzen statt.
Die jährliche Ausrichtung eines greenfee-freien Spiels ist der "Mitgliedsbeitrag" der angeschlossenen Seniorengemeinschaft.
Es werden einheitlich vorgabenwirksame Wettspiele gegen Par nach Stableford durchgeführt.
 
Teilnahme:
Teilnahmeberechtigt an den Mittwochs-Spielen der WGS sind Mitglieder der Seniorengemeinschaften, die dieser Vereinigung angeschlossen sind.
Senior ist, wer im Spieljahr mindestens 55 Jahre alt wird.
Voraussetzung ist eine DGV-Stammvorgabe von -36 oder besser.
Das Nenngeld beträgt je Teilnehmer und Wettspiel € 30,--, davon ist € 1,-- an die Geschäftsstelle der WGS abzuführen. Für das Nenngeld besteht auch dann eine Zahlungspflicht, wenn eine Nichtteilnahme erst nach Erstellung der Startliste mitgeteilt wird.
 
Anmeldung:
Die Anmeldung zum Wettspiel erfolgt durchden Sprecher der Seniorengemeinschaft. Er ist verantwortlichdafür, daß der Spieler die Voraussetzungen zur Teilnahme erfüllt. (Mitglied der Seniorengemeinschaft und Mindestvorgabe).
 
Die Anmeldung erfolgt mit dem Formular "Einladung/Anmledung", das dem einladenden Club vorliegt. Clubnummer + Mitgliedsnummer sind anzugeben. Das Formular ist am Computer auszufüllen und per Fax oder E-Mail an den einladenden Club zu senden. Handschriftlich ausgefüllte Formulare können wegen der hohen Fehlerquote abgewiesen werden.
 
Wird mit den gemeldeten Teilnehmern die Kapazität eines Platzes überschritten, sind Streichungen auf alle bis zum Meldeschluß eingegangenen Nennungen zu verteilen, beginnend mit den in den Meldungen zuletzt aufgeführten Namen.
 
Klasseneinteilung:
Bei 2 Klassen durch Halbierung und bei 3 Klassen durch Drittelung der Teilnehmerzahl, wobei die Klasse A (DGV-Stammmvorgabe 0 - ...) die wenigsten Teilnehmer haben sollte.
Ab 35 Teilnehmer 2 Brutto sowie je 4 Netto-Preise in 2 Klassen
Ab 45 Teilnehmer 2 Brutto sowie je 5 Netto-Preise in 2 Klassen
Ab 55 Teilnehmer 2 Brutto sowie je 4 Netto-Preise in 3 Klassen
Ab 75 Teilnehmer 2 Brutto sowie je 5 Netto-Preise in 3 Klassen
Bei weniger als 35 Teilnehmern erfolgt eine individuelle Preiseinteilung durch die Spielleitung. 
 
Wertung:
Das 1. Brutto gewinnt der Spieler mit dem besten Bruttoergebnis aller Teilnehmer.
Senior-Brutto erhält der Spieler mit dem besten Gruppenergebnis der Teilnehmer, die das 70 Lebensjahr vollendet haben oder im laufenden Kalenderjahr vollenden. Gewinnt ein Spieler dieser Altersklasse das 1. Brutto, so gewinnt der zweitbeste Teilnehmer der über 70-jährigen den Bruttopreis der Altersklasse.
Doppelpreisausschluss, Brutto vor Netto.
 
Erspielte Nettoergebnisse werden veröffentlicht und kommen in die Jahreswertung.
Die Ausgabe der Netto-Preise erfolgt nur an anwesende Teilnehmer, es sei denn, ein Gewinner hat sich vorher mit einer anerkannten Begründung abgemeldet und einen Teilnehmer benannt, der seinen Preis entgegennnimmt.